Der Flugplatz Mariensiel


Mariensiel ist wohl das einzige Dorf in Deutschland mit einem eigenem Flugplatz.

Die Geschichte des Flugplatzes in Kürze:

19 Im Sommer 1927 wurde der Flugplatz Wilhelmshaven-Mariensiel von einer kleinen Schaar tollkühner Männer gegründet. Wenig später baute die Lufthansa mit mehreren Maschinen einen fahrplanmäßigen Passagier- und Postflugtransport zwischen Hamburg, Bremen und Wilhelmshaven, Wangerooge,  Norderney und Borkum sowie zwischen Wilhelmshaven und Wangerooge auf.  Im Mai 1928 erfolgte die Gründung der ersten Luftverkehrsgesellschaft. Die Luftsportgruppe Jade bildete die ersten Piloten aus. Vom Flugplatz aus wurde in den Frostwintern die Versorgung der Insulaner mit Lebensmitteln, Brennstoffen und Post sichergestellt. Bereits 1933 stieg das Flugaufkommen auf 1249 Flüge mit ca. 2300 Fluggästen. Ende der dreißiger Jahre wurde vom damaligen Reichsluftfahrtministerium der zivile Luftverkehr über Wilhelmshaven eingestellt. Nach Kriegsende wurde die Flugplatzfläche zum Teil als Gartenland nutzbar gemacht. Die Kiebitze (das Vereinswappen der Motorfluggruppe) waren die einzigen Flieger, die den Platz für ihre Flugkünste nutzen durften. Erst 1951, als die Alliierten den Segelflug über Westdeutschland wieder freigaben, gründeten die Mariensieler Piloten den Luftsportverein Jade und veranstalteten den ersten Flugtag der Nachkriegszeit. Im März 1957 gründeten die Stadt Wilhelmshaven und der Landkreis Friesland die Flugplatz GmbH. 2007 wurde der Flugplatz mit moderner Technik und einer Anflugbefeuerung ausgerüstet, so dass  Flugzeuge selbst bei schlechter Sicht den Flugplatz anfliegen können. Im Sommer 2008 wurde der Flugplatz umbenannt in JadeWeserAirport.

Heute ist der Flugplatz zu einem respektablen Wirtschaftsfaktor der Region herangewachsen und dient als Sprungbrett zu den ostfriesischen Inseln.

(Die Bilder wurden von der Flugplatzgesellschaft zur Verfügung gestellt)

 

 


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